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Die Erziehungs und Werte Debatte, immer wieder spannend zu beobachten. Deutschlands Superfrau von der Leyen, deren Biografie (Abi mit 1,0, reibungsloses Studium, bisschen Stanford und anderer Kleinkram, rztin mit Prof als Mann, sieben Kinder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) sich wie ein manifestierter Vorwurf gegen die deutsche Normalfamilie liest (gebt mir bitte in der nächsten DbD Staffel ein Motiv mit ihr als Vorbild, wenn sie es schafft, kann es jeder, man muss nur wollen!) plant, wie wir wissen, ein für Erziehung mit den großen christlichen Kirchen.

Viel zu spät für einen Artikel dazu. Langweilig und blöd, alles schon gesagt. Finde ich auch. Und kann mir nach mehreren Tagen der verworfenen Artikel dann doch nicht verkneifen, meinen Senf dazu zu geben.

Denn es scheint mir doch immer klarer zu werden, dass wir endgültig den Rückwärtsgang eingelegt haben. Während die Zweisitzer der Wirtschaft mit offenem Verdeck, Blinker links (!) und Aufblendlicht die berholspur belegen um die lahmen Schüsseln von der Fahrbahn zu drängen (nicht ohne ihnen vorher ein saugünstiges Navigationssystem, einen Flug für 19 Euro und ein Handy mit integrierter Taschenlampe verscherbelt zu haben), tuckern die politischen Kleintransporter langsam auf dem Außenstreifen und bemühen sich wenigstens ein paar der Mittelklasse PKW aus der Böschung zu holen. Für die fast schrottreifen Kleinwagen interessiert sich eh kein Schwein mehr, ab und an eine spektakuläre Rettungsaktion, ein paar Bilder für die Presse, und dann geht weiter, irgendwann will man schleißlich auch mal im Sportwagen sitzen.

Werte werden wohl wieder gebraucht, aha. Erziehung soll Thema gemacht werden und Millionen von Eltern freuen sich darüber sehr, denn bei ihnen ist es ja schon eines, und zwar täglich.

Während also schleunigst auf die von der Rütli Schule ausgelöste Debatte reagiert wird, indem die pädagogischen Fachkräfte verstärkt werden (das bedeutet in der Praxis sicher, dass Sozialarbeiterinnen aus Frauenhäusern abgezogen und in die Schulen geschickt werden, oder glaubt im Ernst jemand, dass für die unterste soziale Ebene Deutschlands mehr Geld ausgegeben wird?) und während Brandenburgs Innenminister wahrscheinlich immer noch rätselt, ob ein Mann aus fremdenfeindlichen Gründen fast zu Tode geprügelt wurde (oder was? Ob es sich nicht doch nur um einen ganz normalen, alltäglichen fast Todgeprügelten handelte über den man sich nicht weiter aufregen muss?), plaudert unsere Familienministerin mit den Kirchen. Süß. Sicher der Hammererfolg. Bei allen Christen.

Zu den aktuellen christlichen Werten, wir erinnern uns, gehören unter anderem Verbote von Schwangerschaftsabbrüchen, egal aus welchem Grund, Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Liebe sowie das Untersagen von Verhütungsmitteln (und jetzt kommt mir nicht mit Jugendtagen und Kondome verteilenden Pfarrern, ich rede von der großen, dicken Kirche, der mit dem lustigen Mützchen auf). Und was ist eigentlich aus vor der Ehe geworden? Läuft das noch gut? Da bin ich nicht auf dem neuesten Stand. Und ist es immer noch so wie bei uns damals in der Schule, als einer der unterrichtenden Pater uns in Einzelgesprächen während der Nachmittagsbetreuung dazu aufforderte, während des Onanierens eine Kerze anzuzünden und ihm diese am Monatsende zu bringen damit er kontrollieren könne, ob es zu viel war? Ja? Na dann ist ja alles im Lot, weitermachen!

Benennt unsere Stadien wieder in Volkspark Stadion um, Versicherungen und Internet Provider sind schlechte Namensgeber dafür. Reduziert Werbung im öffentlichen Raum und unterbindet die Privatisierung desselben. Macht Arbeitslose nicht pauschal für ihre Arbeitslosigkeit, jugendliche CD Kopierer nicht für verfehlte Produkt und Service Politik der Unternehmen verantwortlich. Erklärt den Arbeitsagenturen was Selbständigkeit, künstlerisches Schaffen und kreatives Arbeiten bedeutet. Vereinfacht die Steuergesetze, regelt Abmahn , Patent und Urheberrechte neu. Beweist, dass Unrecht auch dann Unrecht bleibt, wenn man im Vorstand einer großen Bank sitzt. Macht es mir leicht, selbständig sein zu können. Honoriert Leistung, Engagement und Ideen, nicht Sitzfleisch, Aussehen und Herkunft. Kümmert euch um Kranke und andere Hilfsbedürftige, ehrt und fördert soziale Berufe und setzt für diese einen hohen Mindestlohn an. Feiert unsere Kinder, statt sie als Verbrecher zu behandeln, feiert unsere Künstler, statt sie als Spinner zu behandeln. Ersetzt durch Und führt wieder einen Sendeschluss im Fernsehen ein. was am ende rauskommt und beschlossen wird, wird zu keinen spürbaren änderungen im alltag führen. (es sei denn, es kommt so ein elterngeld). aber einschlägige magazine diskutieren ja schon heiß, ob die werte wieder zurückkommen. wenn immer mehr menschen merken, dass die ganze individualisierung zu immer mehr entfremdung führt, dann glaube ich, dass so ein system wie die familie, dass man ja zumindest in den anfangsjahren ganz gut vor der umwelt abschotten kann, sich eben auf solche werte rückbesinnt. aber vielleicht ist das auch schlichtweg meine hoffnung.

25.04.2006 um 00:06 nönö also dieser beitrag ist zwar ein wirklich schön geschriebener mit einem wunderbaren und unterstützungswürdigem ende aber der erste teil ist irgendwie so garnicht spreeblickartig

man kann nicht immer so über die politik schimpfen, die zu diesem zeitpunkt an der grenze ihrer kapazität arbeitet und man kann auch nicht so über die wirtschaft urteilen, sie hat eben eine richtung und strebt ihrem ziel entgegen und man darf auch nicht mehr so undifferenziert über die kirche schimpfen die sich institutionell und im persönlichen glauben doch ganz anders gebärdet als wie hier so verkürzt dargestellt.

das frau von der leyen die fühler in politikfremde richtungen ausstreckt ist doch in ordnung viel besser als wieder ne kommision zu gründen die nur theoretisch arbeitet wer als die kirchen wäre den bereit?

naja ich denke man sollte heutzutage auch aufhören individuelle, gutmenschen gedanken auf biegen und brechen aufs soziale hochbrechen zu wollen das gab es in der geschichte nie und das wird es auch nie geben. wir fliegen eben alle nur im blindflug durch die welt und müssen damit klarkommen was sich daraus an gesellschaft für uns herausbildet.

25.04.2006 um 00:31 Von mir aus können die Stadien heißen, wie sie wollen, aber gegen die Miesere im Sozial und Bildungssektor müssen endlich neue Konzepte gefunden werden. Da nützt auch die Besinnung auf alte Werte nichts. Und vorallem das hört sich das für mich schon nach starken Humbug an, wenn die gute Frau von der Layen bei ihrem Bündnis für Erziehung nur mit den christenlichen Kirchen zusammen sitzt. Johnny hat das ganze schon richtig erkannt. Klar baut unser ganzes System auf sogenannte Werte auf, aber diese findet man auch in anderen Religionen wieder. Da muss ich noch nicht mal in irgendeinerweise religiös sein um diese Grundpfeiler unseres Grundgesetzes und unserer Gesellschaft gut zu heißen.

25.04.2006 um 00:37 Das mit den Stadiennamen ist übrigens wichtig. Namen sind Waffen. Eine Umbenennung von in zeigt im Kleinen die Größe des bels. Von Volkspark zu AOL. Verstehste, Phil? Eine Entwicklung, die von der auf Schalke zur führt, empfinde ich als persönliche Beleidigung, auch weil meine beiden Großväter unter Tage gestorben sind.

Ach ja: in Bonn heißt die U Bahn Haltestelle seit kurzem Telekom Symbolik, anyone?

deep space exploration ramps up, it be the corporations that name everything, the IBM Stellar Sphere, the Microsoft Galaxy, Planet Starbucks. (Fight Club)

Wer den Wind säht, wird Sturm ernten. Frau von der Leyen kann sich das ja gerne mal von ihren christlichen Bündnispartnern näher erläutern lassen.

25.04.2006 um 01:33 Die Stadien Namen finde ich ebenso extrem wichtig, es geht schließlich um öffentlichen Raum, der plötzlich einen privaten Namen trägt. Wo fühle ich mich wohler: Waldstadion oder Commerzbank Arena?
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