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Ziegel und die Nutzung von Sonnenenergie sowie Brauchwasser zählten ebenso zu den Vorgaben wie gemeinschaftliche Einrichtungen und die Offenheit zur Nachbarschaft.

Den Planungsauftrag erhielten die Architekten S. Hüther, Prof. H. P. Hebensperger Hüther, K. P. Rötting, München. (CBF) war von den ersten Planungsschritten bis zum Bezug voll integriert. So wurde sichergestellt, dass das wohnungsgenossenschaftliche Engagement der WOGENO mit den Zielen des CBF verknüpft und eine behindertengerechte Umgebung entstehen konnte. Zu realisieren waren 32 dauerhaft preisgünstige Wohnungen, deren Selbstverwaltung nach sozialen, ökonomischen und ökologischen Kriterien der Hausgemeinschaft obliegt.

Entstanden ist ein in der Höhe gestaffeltes Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage, das verschiedene Nutzungen unter seinem Dach vereint. Besonderes Kennzeichen des siebengeschossigen Baukörpers ist eine markante und architektonisch gelungene ?Ecke?, die durch ihre ungewöhnliche Höhenentwicklung besticht. Auf dem Dach des angegliederten viergeschossigen Wohngebäudes befindet sich die von Bewohnern wie Besuchern gleichermaßen genutzte 200 m2 große Terrasse.

Die Wohneinheiten sind unterschiedlich groß und reichen von einem Appartement mit 30 m2 bis zur Familienwohnung mit 110 m2 Wohnfläche. Sechs Wohnungen sind rollstuhlgerecht ausgeführt und in den Geschossen verteilt. Die Aufenthaltsräume der Wohnungen orientieren sich konsequent nach Süden zum ruhigen Innenhof oder nach Osten zu einer kleinen Nebenstraße. Die Grundrisse fügen sich optimal in das durch Laubengänge und Lifte großzügig erschlossene Gebäude ein, das neben der Barrierefreiheit unterschiedlichste behindertengerechte Anforderungen erfüllt. ?Die Integration vielfältiger persönlicher Vorstellungen der Hausgemeinschaft führte zu einem Reichtum der Formen in den Fassaden,
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ohne jedoch eine berlastung oder Verwirrung durch die skulpturalen Elemente zu bewirken. Die pfiffige, frische Farbgebung und die leichte, vorgestellte Stahlkonstruktion der Laubengänge und Balkone unterstreichen dies?, erläutert Prof. Hebensperger Hüther. So sind auf den Laubengängen dreiseitig geschlossene Abstellräume aus Stegplatten und blickdichtem Drahtglas angeordnet, die ein sicheres Abstellen beispielsweise der Rollstühle ermöglichen. Die Wendelfluchttreppe auf der Hofseite des Gebäudes setzt einen zusätzlichen fröhlich gestalterischen Akzent. Als Ruhezone und Ort der Begegnung dient der in eine Grünanlage eingebettete geräumige Innenhof.

Die vom Bauherrn aus ökologischen Gründen angestrebte monolithische Ziegelaußenwandkonstruktion wurde nach Informationen von Prof. Hebensperger Hüther aufgrund der Höhenentwicklung des Gebäudes aus statischen und schallschutztechnischen Gründen zu Gunsten eines Skelettbaus mit wärmegedämmten Ziegelausfachungen umgeplant. Die Nutzung der Ziegelinnen und außenwände als Speichermasse und zur Verbesserung des Raumklimas erweist sich als sehr sinnvoll. Nicht zuletzt dank des Baustoffs Ziegel konnten funktionelle und wirtschaftliche Vorgaben mit architektonischer Qualität und Vielfalt sowie Nachhaltigkeit beim Gebäudeunterhalt in harmonischen Einklang gebracht werden, so der Architekt. ?Nicht nur die Planung, sondern auch das ökologische Konzept mit Solaranlage zur Brauchwassererwärmung, Regenwassernutzung, Dachgarten und der Heizung über Fernwärme sind als ambitioniert zu bezeichnen. Der gekonnte Umgang mit den partizipatorischen und ökologischen Aspekten muss lobend hervorgehoben werden?, argumentierte auch die Jury im Architekturpreis 2002 des Ziegelforums, in dem das ?Barrierefreie Mehrfamilienhaus in München Schwabing? mit einer Anerkennung des Preisgerichts bedacht wurde.
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