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Am vergangenen Freitag haben wir euch den ersten Teil des Interviews von Lukas Feldhaus mit RASTA Vechtas Headcoach Stephen Arigbabu präsentiert. Dort sprach der Ex Nationalspieler ausführlich über den bisherigen Saisonverlauf seiner Mannschaft und der derzeitigen Situation um den Absteiger aus der Beko BBL. Im zweiten Teil des Interviews erzählt Arigbabu unter anderem, wie er den Weg ins Trainergeschäft gefunden hat und wie er seinen eigenen Coaching Stil beschreibt. Außerdem wirft er einen kurzen Blick voraus auf den kommenden Sommer mit seiner U18 Nationalmannschaft sowie auf die große Basketball Europameisterschaft.

+++ Hier entlang zum erstenTeil des Interviews+++

Herr Arigbabu, vor drei Wochen haben Sie in Paderborn einen wahren Krimi erlebt, den Derek Wright mit seinem Dreier in letzter Sekunde zugunsten Ihrer Mannschaft entschieden hat. Wie haben Sie sich in dieser Situation an der Seitenlinie gefühlt auch im Vergleich zu derartigen Situationen in Ihrer Spielerkarriere?

Wenn man das Trikot anhat, kann man selbst noch ein bisschen mehr mitentscheiden. Wenn man draußen steht, kann man natürlich die Marschroute vorgeben und den Jungs seine Idee mitgeben. Dann muss man aber hoffen, dass die Jungs das umsetzen. Von daher ist man an der Seitenlinie sicherlich noch ein bisschen nervöser, weil man von dort aus noch weniger Einfluss nehmen kann.

Wünschten Sie sich in diesen Momenten manchmal, wieder auf dem Platz zu stehen?

Nein, dort habe ich lange genug gestanden. Ich war oft in solchen Situationen. Man muss seinen Jungs vertrauen. Ich muss eine Entscheidung treffen, wer sich den Ball nehmen soll und eine Entscheidung fällt. Und dann muss ich hoffen, dass er die richtige trifft.

Als Spieler waren Sie abgesehen von Stationen in Roseto (Anm. d. Red.: in Italien) und Weißenfels eher in Großstädten aktiv. Ihre junge Trainerlaufbahn führte Sie bisher nach Sandersdorf und Vechta. Sind Sie im Laufe der Zeit zum Kleinstadt Menschen geworden?

Ich komme aus Hannover, habe dann in Braunschweig und Ulm gespielt. Erst danach ging es in die größeren Städte wie Berlin oder Athen. Für mich ist es egal, wo ich bin, wenn meine Familie bei mir ist was jetzt der Fall ist. In Sandersdorf haben wir uns sehr wohl gefühlt. Das Gleiche gilt jetzt für Vechta. Wichtig ist, dass es von der Mannschaft her stimmt. Es war keine Schnapsidee, sondern ich habe genaue berlegungen angestellt. Die Rolle des Managers oder die des Sportdirektors konnte ich mir schwer vorstellen, weil ich näher an der Mannschaft dran sein wollte. Ich wollte nicht noch weniger Einfluss haben, wenn ich den Anzug anhabe und im Büro sitze. Als Sportdirektor kann ich noch weniger machen als in der Trainer Funktion. Deswegen war die Trainer Geschichte für mich von Anfang an sehr interessant. Dass es dann Sandersdorf wurde, war aber eine ber Nacht Aktion: Eigentlich wollte ich nach meinem Karriereende in Griechenland ein bisschen Pause machen, um erst mal genau zu gucken, wie es weitergeht. Die Sandersdorf Geschichte hat sich ergeben, weil der damalige Coach Chuck Evans aus persönlichen Gründen aufgehört hatte. Das hat mir meinen Weg in die Regionalliga geebnet. Es war anfangs sehr schwer und eine Entscheidung, die ich grundsätzlich treffen musste. In meinem letzten Jahr in Griechenland sind wir mit Maroussi noch Dritter geworden hinter Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen das ist im Prinzip wie eine Meisterschaft. Zudem haben wir in der Euroleague im Top 16 gespielt und sind um einen Wurf am Top 8 vorbeigeschrammt. Und dann nach einem sehr guten Jahr, das ich in Griechenland noch hatte, in die Regionalliga zu gehen, war natürlich erstmal eine grundsätzliche Entscheidung, die ich treffen musste. Ich wusste gleichzeitig aber, dass es sehr wenige Jobs gibt, wenn ich in diese Trainerschiene gehe weniger als für Spieler. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen. Das hat mir dann auch sehr viel Spaß gemacht. Ich habe während den mehr als zwei Jahren sehr viel gelernt in der Regionalliga und anschließend in der ProB. Das war sehr spannend und so ist es auch jetzt: Man lernt jeden Tag. Ich glaube, dass man als Trainer noch mehr lernt täglich, als das als Spieler der Fall ist.

In Sandersdorf ist Ihnen im ersten Jahr gleich der Aufstieg in die ProB gelungen. Dort haben Sie dann auch auf Anhieb die Playoffs erreicht. Was war Ihr Erfolgsrezept?

Ich habe direkt gesagt, dass ich trainieren kann. Es ging mehr um das Coaching während des Spiels und wie man das macht. Mein erstes Spiel in der Regionalliga habe ich direkt verloren,
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weil das Coachen beim ersten Mal schwer war. Dann habe ich mich da aber entwickelt. Ich möchte nicht sagen, dass es leichter wurde, doch von Tag zu Tag und Monat zu Monat habe ich mich daran gewöhnt, wie die Prozesse als Trainer ablaufen. Man lernt immer weiter. Ich lerne heute von Tag zu Tag und Training zu Training, und das ist eigentlich das Spannende an dem Job.

Viele Ihrer ehemaligen Teamkollegen sind auch Trainer geworden. Sebastian Machowski, Sasa Obradovic oder als Individualtrainer Mike Penberthy nur als ein paar Beispiele haben diesen Weg eingeschlagen. Stehen Sie mit manchen noch in Kontakt?

Mit Sasa und Sebastian spreche ich sehr viel. Wir tauschen uns aus. Und gerade bei Nationalmannschaftslehrgängen, beispielsweise bei der U18, oder bei Trainerfortbildungen wie zuletzt in Köln trifft man immer hier und da einen Trainer. Es herrscht sehr viel Kommunikation untereinander und man lernt viel voneinander.

Wie hat es sich angefühlt, mit Vechta gegen Ihren ehemaligen Nationalmannschaftskollegen, Gießen Headcoach Denis Wucherer, zu spielen?

Natürlich wollte ich das erste Spiel gegen ihn gewinnen. Wir sind beide sehr kompetitiv. Als Spieler wollten wir immer gewinnen. Leider musste ich ihm jetzt das erste Spiel überlassen. Aber es gibt noch ein zweites. Danach wird es eins zu eins stehen und dann sehen wir weiter.

Ein anderer Anspruch“ Euroleague Karriere birgt auch Nachteile

Als 166 facher Nationalspieler können Sie auf sehr viel Erfahrung zurückblicken. Haben Sie dadurch einen besonderen Draht zu Ihrer Mannschaft im Vergleich zu einem Trainer, der nicht selbst gespielt hat?

Es gibt viele Vorteile, die man hat, wenn man selbst gespielt hat und Basketball nicht nur aus Büchern oder von der Schulbank kennt. Das gilt gerade für die Big Men. Ich weiß natürlich, wie man Blöcke stellt oder wie sich die Jungs auf dem Feld fühlen, weil ich diesen Situationen selbst etliche Male begegnet bin. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Nachteile, die ich habe: Auf dem Level, auf dem ich gespielt habe, gibt es Ansprüche, die für mich normal waren als Spieler. Auf Regionalliga , ProB und manchmal ProA Niveau sind diese Ansprüche schwer zu stellen. Da muss ich Anpassungen vornehmen, denn die ProA oder ProB ist nicht mit der Euroleague oder dem Top BBL Level vergleichbar. Und dann ist es trotzdem meine Aufgabe, meine Vorstellungen verständlich an die Jungs weiterzugeben.

Wie würden Sie sich selbst als Trainer beschreiben? Es werden oft Schubladen gebildet, beispielsweise die des Player’s Coach“ oder die des autoritären Coach“. Wo ordnen Sie sich ein?

Ich bin so eine Mischung aus allem. Ich probiere schon, nahe an den Jungs dran zu sein. Den Jungs soll das Spaß machen und sie sollen immer das Gefühl haben, dass sie zu mir kommen können und dass ich Vorschläge auch annehme. Das muss nicht während des Trainings und den Drills sein. Ich bin vor und nach dem Training für die Jungs da. Darüber hinaus ist mir das Team und Disziplin wichtig. Für mich ist das Kollektiv entscheidend: Kein Spieler darf sich über die Mannschaft stellen. Ich würde mich nicht in die Schublade des superautoritären Trainers einordnen.

Leiten Sie auch selbst Individualtraining für die Center oder kommen die eher selbst zu Ihnen?

Das ist geplant, ja. Wir haben mit Serbien, Montenegro und Lettland als Gegner eine schwere Gruppe erwischt.

Kommen während der Saison in dieser Funktion auch Pflichten auf Sie zu?

Nein, während der Saison macht das der Headcoach, Alan Ibrahimagic, komplett. Er ist hauptamtlicher Bundestrainer. Somit ist die U18 die Hauptaufgabe von ihm. Natürlich gibt es aber die üblichen Verdächtigen, die wir haben. Im vergangenen Sommer hatten wir auch einige Spieler des Jahrgangs 1997 dabei, wie zum Beispiel mit Luis Figge oder Niklas Kiel. Die sind im kommenden Sommer dann auch wieder mit dabei. Ich glaube, wir haben eine sehr gute Mannschaft.
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