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Ich habe gehofft, das ich über sowas nie nachdenken muss. Aber am Dienstag beerdigen wir den Cousin meiner Tochter, er hat im Alter von 12 Jahren gestern den Kampf gegen den Krebs verloren. Wir hatten seit Jahren eigentlich keinen Kontakt mehr, weil ich mit dem Vater meiner Großen schon seit Jahren nicht mehr zusammen bin, aber meine Tochter hat ihn ab und zu gesehen. Ich bin trotzdem total erschütter und habe schon viel geweint, weil ich den Jungen in seinen ersten drei Lebensjahren fast täglich um mich hatte.

Ich bin jetzt etwas unsicher, wie ich mich verhalten soll, soll ich eine karte schreiben mit einem Gedicht? oder nur herzliches Beileid und punkt. Wenn etwas schreiben, was? Was kann man den Eltern denn noch tröstliches schreiben? gibt es eine Internetseite mit entsprechenden zeilen? ich bin mal auf so eine Seite gestossen mti schönen, aber auch traurigen Gedichten für Babys die noch vor der Geburt gestorben sind, ich glaub es heisst Sternenkinder. Allerdings, wenn Du jetzt schon so schlecht beieinander bist, verschieb diese Seite bis es Dir besser geht. Sie macht nur noch trauriger. Dann kannst Du für den Kleinen eine Kerze dort anzünden.

Wenn Du Trost erfahren willst, solltest Du Elisabeth Kübler Ross lesen.

Wenn Du nicht hingehen willst, schick eine Karte. Aber glaub mir, es gibt kein Gedicht das die Eltern so trösten könnte wie ein paar ehrliche Zeilen von Dir. Du kannst ihnen sagen wie sehr es Dir weh tut und auch wie sehr Du ihren Schmerz verstehst und mitträgst. Das sind dann die Karten, die man immer wieder herausholt und nochmal liest, die wirklich trösten. Kein Beileid. Bitte nicht.

Und wenn Du es möchtest, kannst Du den Eltern mitteilen, dass Du zu einem späteren Zeitpunkt eine Schale oder Blumen hinbringst. Jetzt geht eh alles unter, werden zuviele Blumen da sein.

Wenn Du aber zu der Beerdigung gehst, nimmst Du ein Sträußchen oder 1 Blume mit, die gibst Du dem Kleinen mit auf seinem letzten Weg.

ich hatte die gleiche frage, als mein vater gestorben ist. ich habe meine mutter gefragt, was ich auf die schleife für den kranz schreiben soll. denn dieses „ruhe in frieden“ oder „in tiefem gedenken“ finde ich ätzend. das sind phrasen, die einfach oberflächlich und nichtssagend sind.

ich habe in mich gehorcht und überlegt, was ich meinem vater sagen wollte und ich habe etwas gefunden, das alles gesagt hat, was ich ausdrücken wollte und auf das mein vater mächtig stolz gewesen wäre.

also schreib den eltern deines neffen was dich bewegt, schreib keine phrasen/gedichte/beileidige worte karte, sondern schreib das dich das erschüttert hat, das du geweint hast. das du dich mit liebe und freude an den kleine fratz erinnerst. das wird sie rühren, und auch irgendwie erfreuen, das auch andere in liebe an ihren sohn denken.

Genau wie sol schreibt: keine Phrasen! sondern teile den hinterblieben Eltern wirklich mit, wie erschüttert du über die Nachricht bist etc. Schreib bloß nicht, dass du genau weißt, wie sie sich jetzt fühlen müssen! Kannst du nämlich nicht, es sei denn du hast schon einen solchen Verlust erlitten, und dass will ich doch für dich nicht hoffen!

Guck mal außerdem bei www. Krebsforschung oder Sternenkinder veranlasst hast und legst am Grab nur eine Blume ab (es sei denn, die Eltern haben in der Todesanzeige Geldsenden zugunsten eines bestimmten Zweckes erbeten, dann spendest du natürlich an den).

den Vorschlag von Retsina mit dem Brief an das verstorbene Kind finde ich eine wundervolle Idee.

Es ist das, was sich verwaiste Eltern wünschen, Liebe und Wertschätzung des Kindes über den Tod hinaus.

Es wäre auch schön, wenn du zur Beerdigung gehen könntest. Eine liebe Umarmung, die von Herzen kommt, tut den Eltern gut.

Ansonsten würde ich dir empfehlen, mit trauernden Eltern ganz normal umzugehen. Sie sind nicht krank. Dass viele aus Unsicherheit ihre Nähe meiden, macht sie krank.

Ich rede aus Erfahrung. Es ist in dieser Situation nichts so wichtig, wie Normalität ringsherum, weil man selber in einem Ausnahmezustand ist.

Sollten in dieser Familie noch andere Kinder sein, kümmer dich doch vielleicht hin und wieder ein bisschen um sie. Kinder verlieren in solcher Situation nicht nur ein Geschwisterkind, sondern auch ihre Eltern, zumindest so, wie sie sie vorher gekannt haben.

Es ist nicht nur einfach ein Forum für Eltern, sondern mehr eine Selbsthilfegruppe, bundesweit verstreut und von betroffenen Eltern gestaltet.

Liebe traurige GrüßeIch kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen.

Laß dein Herz sprechen,schreib etwas persönliches,nimm,wenn es irgend geht,an der Bestattung des Kindes teil,auch an dem anschließenden „Schmaus“.

Es ist wichtig zu begreifen,daß das arme Kind verstorben ist,aber die Eltern und Geschwister,die sind noch da,die müssen und werden weiterleben.
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