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Den Lesern, die sich auch die Kommentare bei uns anschauen, dürfte es aufgefallen sein: Uns wurde in den letzten Tagen mal wieder erklärt, wie die Welt nun wirklich funktioniert. Soweit ich es verstanden habe, waren es diesmal die Jesuiten, die die Welt im Griff haben. Im Verbund mit den Maltesern haben sie AIDS entwickelt und die Zwillingstürme zum Einsturz gebracht und Hitler und Stalin hatten natürlich auch ihren Auftritt. Es hat zugegebenermaßen ein gewisses Frustrationspotential, wenn man einen Beitrag verfasst, sich dann die Kommentare anschaut und feststellt, dass dort jemand gerade klingt, als würde er einen Anfall erleiden. Noch enttäuschender wird es, wenn die anderen Kommentatoren anfangen, auf den Tobenden einzugehen.

Die Situation hat natürlich auch noch eine andere Seite. Darin geht es um Verantwortung. Wann gerät jemand in meinen Verantwortungskreis?

Würde eure Mutter plötzlich, wenn ihr sie nach der Erdbeermarmelade fragt, antworten, dass die Beeren vor vielen Jahren von Jesuiten in der Erde versteckt wurden, um die Menschen zu Bergbauarbeiten zu verführen, dann wäre es offensichtlich nur begrenzt sinnvoll, darüber zu diskutieren, ob ein wahrer Kern in dieser Botschaft steckt. Es ginge um die Frage, ob man ihr helfen muss.

Wie diese Hilfe aussehen könnte, ist natürlich pauschal nicht zu beantworten. Ebensowenig die Frage, ob sie überhaupt nötig wäre.

Ich habe gestern Menschen bei Maischberger gesehen. Regelmäßig hat sie ihre Fernsehauftritte als Irre vom Dienst, ihre Ausraster werden vermutlich vertraglich festgeschrieben. Sollte man jemandem eine Therapie zukommen lassen, der zwar alle anderen in den Wahnsinn treibt, selber aber mit der Störung seinen Lebensunterhalt bestreitet? Dazu gibt es natürlich keinen Anlass.

Allerdings stellt sich schon die Frage nach dem Verantwortungsgefühl der zuständigen Redakteure, die uns Nina Hagen wie ein hospitalistisches Zirkuspferd vorführen.

Wenn die psychische Situation allerdings über Verschwörungstheorien zu ngsten führt, dann sollte sich um Hilfe bemüht werden. Wie jedoch kann das erreicht werden?

Bei psychischen Erkrankungen gibt es eine hohe Hemmschwelle, einen Arzt aufzusuchen. Nirgendwo ist der Mensch verletzlicher als in seinem Geist und die Erkenntnis, diesen Geist nicht mehr allein beherrschen zu können, sei es, weil man depressive Schübe hat, magersüchtig ist oder glaubt, die Jesuiten seien an allem Schuld, ist möglicherweise die beängstigendste Erkenntnis, die man haben kann. Wenn man sie noch haben kann.

Jetzt stellen sich also drei Fragen, die es zu beantworten gilt, wenn man jemandem in Blog Kommentaren begegnet, der eventuell Hilfe benötigt:

Hat man durch diese virtuelle Nähe eine Verantwortung erlangt?

Wenn es jemand ist, der über einen längeren Zeitraum im Blog kommentiert, entsteht durchaus eine Nähe,
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aus der Verantwortung erwächst. Für flüchtige Besucher gilt hingegen das, was auch in der U Bahn gilt: Ignorieren. Spott über den Kranken zu ergießen verbietet sich hingegen in jedem Fall.

Auf keinen Fall darf man, wie oben schon erwähnt, darüber diskutieren, ob nun wirklich Zahlen unser Leben beeinflussen oder Lukas der Lokomotivführer den Stein der Weisen vor uns versteckt hält. Hier gilt das gleiche wie für Nina Hagen. Wenn jemand mit seiner Störung zurecht kommt (was allerdings in Kommentaren schwerlich zu ergründen ist), bleibt es beim Ignorieren, andernfalls kann es angebracht sein, ihm eine Mail zu schicken.

Diese Frage kann ich nicht einmal im Ansatz beantworten. ich möchte auch ungern meine eigenen emotionalen ausbrüche rechtfertigen, die hier vielleicht manches mal die rote linie überschritten haben.

nun bin ich grundsätzlich ein sehr emotionaler mensch, der sich ab und an in rage redet, aber irgendwann ist schluss.

ich habe einmal einer bestimmten person sehr freundlich und höflich nahe gelegt einen arzt aufzusuchen, da ich ihn auch in anderen phasen, als netten und intelligenten menschen erlebt hatte. aber vermutlich war ich grundsätzlich die falsche person, die so etwas hätte sagen dürfen, da dies alles gegen mich später verwendet wurde. insofern gegen mich verwendet wurde, dass ich ja krank sei. was mich verwirrt hat.

schmaler grad, das mit den psychischen krankheiten und meistens sind drogen im spiel!

31.10.2007 um 15:38 Malte, das Problem ist, dass eine solche schwierige Frage wie geht man mit Menschen um, die psychische Probleme haben gar nicht allgemein beantwortet werden kann. Wenn es einen Freund von mir beträfe, würde ich vorsichtig auf ihn einwirken zu versuchen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Bei jemandem, den ich nur flüchtig kenne, würde ich auf sein Umfeld einwirken, soweit ich es kenne.

Bei jemandem, den ich nur über das Internet kenne, würde ich nichts unternehmen, weil ich fürchten müsste, mehr zu schaden als zu helfen. Und darauf hoffen, dass jemand aus dessen Freundeskreis irgendwie helfen kann.

31.10.2007 um 17:14 bublath, der nach eigenen, ironisierenden worten die langweilerrolle inne hatte, reagierte tatsächlich unsouverän und abgeschmackt auf hagens gekrähe. jutta ditfurth, karin struck, ingrid steeger: alle schon mal dagewesen, alle schon mal gegangen. was hat der dr. rer. nat. denn erwartet? dass die schräge hagen, der komische von lucadou oder der pillendreher von buttlar auf ihre privatshows verzichten? oder sabrina fox bublaths rationalistischen engel leckt? guck mal, bublath: es gibt außerirdische, und maischberger hatte sie alle in der sendung.
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