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Nachdem das Unternehmen dazu nicht bereit war, reichte der Verband Klage beim Landgericht Berlin ein. Jedenfalls öfter als vorher. Das ändert nichts daran, dass die Klage des Verbraucherzentrale Bundesverband am 26. Mit der Ankündigung Gratis Rechts Info: Führerschein weg! Was muß ich wissen?“ (siehe Ausriss) werden Nutzer derzeit von der Startseite auf eine Seite im Ressort Geld Leben“ gelockt, auf der tatsächlich eine kostenlose Info Broschüre“ heruntergeladen werden kann.

Wer weiter scrollt, erfährt aber schnell, worum es Bild“ eigentlich geht: die Empfehlung des Partners Janolaw“, einer Online Rechtsberatung, deren Dienste dann nicht mehr kostenlos sind.

Für den Verbraucherzentrale Bundesverband ist diese Kostenlos“ Masche ebenfalls ein Verstoß gegen den Trennungsgrundsatz von Redaktion und Werbung.

Mit Dank an Ulrich P. für die Aufmerksamkeit. Es steht Anzeige“ darüber, sie ist farblich ein bisschen von den redaktionellen Beiträgen abgesetzt und auch über der Seite, auf die man beim Klicken kommt, steht in lesbarer Größe Anzeige“. a. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier nachlesen. Es geht um einen Artikel im Januar unter der berschrift Flitzer für 11.900 Euro: Volks SEAT und der Asphalt wird glühen“, der wie üblich wie ein Artikel aussah, aber Werbung darstellte. Nachdem das Unternehmen dazu nicht bereit gewesen sei, habe man Klage beim Landgericht Berlin eingereicht, heißt es in einer

Nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb müssen Medien Werbung und redaktionelle Texte deutlich voneinander trennen. Auch der Mediendienstestaatsvertrag fordert diese Trennung. Die Werbepraktiken bei dem Portal haben mit professionellem Journalismus nichts mehr zu tun,“ so vzbv Chefin Edda Müller.

Heute spielen wir wieder das beliebte Spiel: Erkennen Sie die bezahlte Werbung, die sich hier als redaktioneller Beitrag getarnt hat (auch bekannt als Döpfners Todsünden Memory):

Richtig: Es ist der nette Kai Pflaume oben rechts, der passend zum Valentinstag freundlicherweise die besten Love Songs aller Zeiten“ empfiehlt. Klickt man darauf, findet man immer noch kein Wort wie Anzeige“ oder Werbung“, aber den Autorennamen Nicole Geiger, der fast das Gleiche bedeutet. Interessanterweise befinden wir uns nun im Ressort Lotto Gewinnen“, aber zu gewinnen gibt es hier nur etwas für den Werbepartner von Bild, der sich auch dann noch nicht zu erkennen gibt, wenn man den Fehler macht, auf den Link namens Hier geht zu den Lieblings Lovesongs von Kai Pflaume!“ zu klicken. Werbung“? Kein Wort davon.

Ich habe nichts gegen redaktionell gestaltete Anzeigen, solange sie gekennzeichnet und deutlich unterscheidbar sind“, hat Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Bild“ Verlags Axel Springer, gerade im Interview mit dem Fachblatt Horizont“ gesagt. Und außerdem: Eine für den Leser nicht nachvollziehbare Einflussnahme von Anzeigenkunden auf journalistische Inhalte ist eine Todsünde.“

Aber: Die journalistischen Leitlinien“ Springers würden das ganze Haus sensibilisieren, dass Verstöße nicht geduldet werden“.

Und tatsächlich erscheint in der Bild“ Online Ausgabe neuerdings (allerdings auch erst: neuerdings) an der ein oder anderen Stelle der nützliche Hinweis:

Bis in die Gefälligkeitsrubrik des Bild“ Partners T Online hat sich die neue Regelung allerdings noch nicht herumgesprochen. Todsünde hin oder her.

Und wenn wir schon (fast) beim Thema sind: Auf der Titelseite druckt Bild“ heute Die neuen 7 Todsünden“, die britische Forscher“ offenbar im Auftrag der BBC zusammengestellt haben (auf Platz 6: Habgier). Online ist der Beitrag mit dem schönen Hinweis auf die Bild Volksbibel“ bebildert, zusammen mit dem verlinkten Hinweis: Jetzt kaufen!“ Dumm bloß, dass das Stück längst vergriffen

Ignoranz“ wäre auch ein schöner Vorschlag für die neue Todsünden Liste, oder?

Ach ja: Und die britischen Forscher“, die die Studie“ mit den 7 neuen Todsünden“ im Auftrag der BBC erstellt“ haben, sind genau genommen britische Meinungsforscher, die für die BBC Religions Show Heaven Earth“ eine Umfrage unter 1000 Briten durchgeführt haben.

Mit Dank für den sachdienlichen Nachtragshinweis an Thomas H.

Erkannt? Nein, es ist nicht das Kästchen mit der roten Zeile Neue Microsoft Software“, nein, nein. (Schauen Sie selbst: Dahinter verbirgt sich doch nur ein sehr begeisterter Text über eine neue Microsoft Software, oder?) Aber wie wär mit dem Kästchen rechts, dem mit TV Star Thomas Koschwitz“?

Nun ja.

Erkannt? Es ist das Kästchen rechts, mit der roten Zeile Nach der Todesflut“. Ja, war nicht so leicht.

Nun ist es eigentlich nicht Aufgabe von journalistischen Angeboten im Internet, aus der Frage, was redaktionelle Teile sind und was Werbung, knifflige Quizfragen zu machen. Genau genommen, ist das sogar verboten. Der Mediendienste Staatsvertrag sagt konkret:
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