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Marvin Milatz und Lena Paul haben sich für Zapp“ die Geschäftszahlen des Unternehmens angeschaut: Unter Steingart blieben die Abozahlen stabil, aber die Druckauflage verlor stark. Und auch die von Steingart angeschobene englischsprachige Digital Ausgabe Global Edition“ soll den Verlag jährlich einen Millionenbetrag gekostet haben.

2. Infokrieg mit allen MittelnIm Netz tobt teilweise ein erbitterter Infokrieg: Rechte Aktivisten der Reconquista Germanica“ greifen gezielt Politiker und Medien an. Mit militärischer Sprache und Präzision steuern sie Trollaktionen, manipulieren Bewertungen und attackieren Personen über Fake Accounts. Die theoretische Grundlage der Angriffe ist das Handbuch für Medienguerillas“, in dem die rechten Aktivisten detailliert ihre schmutzigen Vorgehensweisen beschreiben. Vor allem junge Frauen, die direkt von der Uni kommen“ seien klassische Opfer“, heißt es dort beispielsweise.

3. Nach Like in den Fokus: Bremer Verfassungsschutz durchforstet Internet mit eigener SoftwareWie mehrere regionale Zeitungen berichten, durchsucht der Bremer Verfassungsschutz das Internet nach bestimmten Schlüsselwörtern, um damit Extremismus“ aufzuspüren. Ein Mitarbeiter des Dienstes habe einen linguistischen Algorithmus namens LEA“ entwickelt, mit dem Facebook und Twitter analysiert werden. Im Fokus stünden Terrorpropaganda von Islamisten, fremdenfeindliche Hetze, linksextreme Mobilisierungsvideos oder Reichsbürger‘ Videos“. In den Blick würden aber auch Nutzer geraten, welche regelmäßig Hassbotschaften liken.

4. Facebook will von der Spaßbremse steigen

Facebook will seinen Nutzern zukünftig weniger Medieninhalte einblenden,
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dafür aber mehr Persönliches aus dem Umfeld der Freunde anbieten. Der neue Newsfeed soll den Nutzern helfen bedeutsamere soziale Beziehungen“ zu knüpfen, anstatt relevantere Inhalte“ zu finden. Was in der Diskussion über die Umstellung oft zu kurz kommt: Dahinter könnten schlicht geschäftliche Gründe stecken, denn Seitenbetreiber können sich bei Facebook nach wie vor die Aufmerksamkeit ihrer Besucher erkaufen.

5. Wir müssen aufpassen, sonst wird es finster“Im Interview erklärt Hannes Ley, Gründer der Facebookgruppe ichbinhier“, wie er den Pöbeleien und der Verrohung in den Kommentarspalten mit organisierter Gegenrede begegnet. Er ist sich bewusst, dass er damit etwas erledigt, das eigentlich von den Medien besorgt werden müsste: Ich würde mir schon wünschen, dass die großen Verlage, vor allem auch die privatrechtlichen Medienhäuser, noch viel mehr unternehmen, um Hatespeech aus ihren Kommentarspalten zu verbannen. So wird man ChefaufseherWollen Sie sich auch in das Amt des Chefaufsehers einer Landesmedienanstalt hineinkungeln? Der journalist“ zeigt Ihnen,
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in welchem Land Sie die besten Chancen haben.